Das Verfahren der CopyCollage entwickelteMargret Eicher seit Begin der 1980er Jahre in Abgrenzung zur gleichzeitig vielfältig erscheinenden Copy Art. Während diese sich stark auf Ihren Prozeß und performative Aussageebenen bezieht, geht es in der CopyCollage bereits um die Reflektion des öffentlichen Bildes, seiner Subtexte und der Findung einer adäquaten Bildform. Aus der Bilderflut des schönen Scheins, wie sie die Printmedien in stetig wachsendem Ausmaß produzieren, extrahiert und abstrahiert sie ihr visuelles Vokabular. Die Auswahl erfolgt unter dem subjektiven Kriterium zeitgenössisch typisch zu sein: Visuelle Codes, Muster, Normen. Die Macht der Bilder...

Das in der Regel aus trivialen Kontexten gelöste Bildmaterial erfährt durch den Kopiervorgang eine weitere Banalisierung. Diese Wirklichkeit aus dritter Hand wird in der Collage zum Basismaterial einer neuen Ästhetik: Eicher reaktiviert die Aussagekraft des Ornaments, das, zwischen Schrift und Bild angesiedelt, die gleichzeitige Verwendung von Zeichen, Hieroglyphe, Symbol und Piktogramm möglich macht.

Die im Muster nivellierte Räumlichkeit wird zur Infragestellung von Raum an sich, wobei Margret Eicher durch Rauminstallationen aus CopyCollagen dieses philosophische Raumproblem verschärft und zugleich zwei unterschiedliche Kunstformen zu einer neuen, dem dreidimensionalen Ornament, vereint.

Hier stellt Architektur ein immer wiederkehrendes Thema dar; das Phänomen der Fassade beispielsweise und die Scheinhaftigkeit von Architektur. Architektonische Strukturen spiegeln gesellschaftliche Gegebenheiten, als kollektive Kunst repräsentiert die Architektur die öffentliche Sache und individuelle Befindlichkeit, vermittelt Normen und versinnbildlicht Ideale.

Aus: Hans Günter Golinski: Konkretum Abstraktum, Bochum 1996

Bilder erfüllen nie ganz das, was mir vorschwebt. In den Rauminstallationen kann der Betrachter Situationen ( ) physisch erleben, in Bildern kann er sie „nur“ intellektuell nachvollziehen. Meine Installationen sollen ( ) durch eine unterschwellige und direkt emotionale Beeinflussung wirken.

Das Modellhafte dieser Anordnungen ( ) tritt in den Vordergrund, weil ich ein so unarchitektonisches, schwaches Material wie Papier verwende, um die Dominanz architektonischer Strukturen zu verdeutlichen.In diesem Sinne zielen meine Papierarchitekturen auf eine strukturelle Untersuchung dessen, was Architektur ( ) bewirkt. ( )

Aus: Verführung und Zerstörung, Gespräch mit Stephan Berg, Freiburg 1993

Wo ist Gott?
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Ruhe bitte! Rauminstallation
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